Hessentitel für Elias Chesire und Christian Stoll

25.02.2018 - 16:58 | Leichtathletik

Mit 2 ersten Plätzen und somit dem Titel des Hessischen Crossmeisters 2018 kehren die Läufer des TV Waldstraße von den Landestitelkämpfen aus Trebur zurück! Bei herrlichem Winterwetter – durchweg Sonnenschein bei kühlen 2 bis 5 Grad – gingen insgesamt 12 Aktive des TV Waldstraße an den Start.
Die Rennen im Einzelnen:

Männer, Mittelstrecke 4.200m:
Das Rennen der Männer Mittelstrecke sollte zu einem Höhepunkt aus Waldsträßer Sicht werden. Mit Mohamed Bassou und Elias Chesire hatte man 2 heiße Eisen im Feuer, komplettiert wurde die Mannschaft von Nils Bergmann.
Die Experten, so auch Trainer Günter Jung, sahen Mo Bassou leicht favorisiert nach seinem fulminanten Rennen bei den Hessischen Hallenmeisterschaften vor 3 Wochen und wiederum sehr guten Trainingsergebnissen. Aber auch Elias war nach seinem guten Ergebnis von Jügesheim vor 2 Wochen sehr hoch gehandelt. Es entwickelte sich ein spannendes Rennen, was vom ersten Meter an von Mo und Elias geprägt war. Die Beiden diktierten von Beginn an das Tempo, dazu gesellte sich noch Felix Thun von der LG Eschenburg. Eingangs der letzten von 3 zu laufenden Runden machte Mo den frischesten Eindruck der 3 führenden Läufer, es sah alles nach dem erwarteten Favoritensieg aus. Doch auf den letzten 600 m setzte sich Elias Chesire von Felix Thun und Mo ab, dazu musste er das Tempo nicht einmal unerhört erhöhen, es genügte sein ausgeprägtes Stehvermögen, um sich den Hessentitel zu sichern. Mo gelang es einmal mehr nicht, seine Komfortzone im letzten Rennviertel zu verlassen und so musste er am Ende, sich nach hinten orientierend, den Rang 3 absichern. Schade, dass er die Gunst der Stunde nicht genutzt hat…
Solide und mannschaftsdienlich lief Nils Bergmann auf Rang 19, was dem Trio den 3. Platz und somit eine weitere Podestplatzierung in der Mannschaftswertung einbrachte.

Männer Langstrecke 7.000 m:
3 Stunden nach der Mittelstrecke wagten Elias und Mo den Doppelstart auf der Männer Langstrecke. Der erst 20-jährige Philipp Herzog ermöglichte mit seinem ersten Start bei den Männern, das auch hier eine komplette Mannschaft antreten konnte.
Es entwickelte sich ein schnelles Rennen, was zunächst durch eine 5-köpfige Spitzengruppe bestimmt wurde. Mit vorne dabei Elias, hier hatte Mo, durch eine Unachtsamkeit, bereits früh den Anschluss verpasst, sodass er ein einsames Rennen auf Platz 6 liegend laufen musste. Nach seinem Sieg auf der Mittelstrecke gelang Elias ein überzeugender 3. Platz, ohne dass er an seine Reserven gehen musste. Mo büßte auf der letzten von 5 Runden noch einen Platz ein und wurde 7., ein Ergebnis , das weder ihn noch Günter Jung zufrieden stellt. Ein sehr gutes Rennen hingegen zeigte Philipp Herzog, der jederzeit voll konzentriert und leistungsbereit seine Möglichkeiten voll ausschöpfte und hervorragender 15. wurde. Mit diesem Ergebnis sicherte sich die Mannschaft einen nicht unbedingt erwarteten 3. Platz.

Frauen 4.200m:
Mit der U 20 Europameisterin über 3.000m Hindernis stand die Siegerin eigentlich schon vor dem Start fest. Lisa Oed lief in ihrer eigenen Liga, dahinter konnte sich Franziska Althaus lange Zeit in der 4-köpfigen Verfolgergruppe festbeißen, zeitweise sah es sogar so aus, dass sie sich einen Podestplatz erkämpfen könnte. Eingangs der letzten Runde musste sie ihre Konkurrentinnen dann aber doch ziehen lassen und finishte als Fünfte. Leider ist es ihr durch gesundheitliche Beeinträchtigungen immer noch nicht möglich, die Trainingsbelastung so zu steigen, dass eine Leistungsentwicklung eingeleitet werden kann, die ihren Fähigkeiten und Ansprüchen entspricht. Unter den gegebenen Umständen zeigte Franzi eine vor allem kämpferisch respektable Leistung.

Senioren M 45, M55 und M65, 5.600m:
Im Lauf der M 45 startete Andreas Heimel. Nach dem Titelgewinn im Vorjahr sicher zum Favoritenkreis gehörend, musste er sich am Ende lediglich einem um ein Jahr jüngeren Konkurrenten geschlagen geben und wurde guter 2.
Ein absolut überzeugendes Rennen zeigte Christian Stoll. Taktisch hervorragend löste er sich nach 2 der 4 Runden aus der Verfolgergruppe und eingangs der letzten Runde sah es sogar fast danach aus, als sollte er den M50 Sieger noch einholen. Am Ende fehlten gut 2 Sekunden, dennoch sicherte sich Christian den Hessenmeistertitel der M 55 mit fast 30 Sekunden Vorsprung!
Routinier Peter Semmel ist auch nach fast 50 Jahren Wettkampfsport!!! noch immer motiviert und lief in einem kontrollierten Rennen sicher auf Platz 2 und damit zur Vize-Hessenmeisterschaft in der Altersklasse M65.

Weibliche Jugend U 16, 2.800m:
Selbst vor Wettkämpfen auf Kreis- oder Bezirksebene ist man als Sportler in der Regel nervös und aufgeregt. Wie muss sich da wohl Agota Jeromos gefühlt haben bei ihrem ersten Einsatz auf Landesebene, und dann auch noch in einer so schwierigen Disziplin wie dem Crosslauf. Aber Agota bezwang nach einfühlsamer Zusprache von Günter Jung das Vorstart-Lampenfieber und stellte sich der Konkurrenz. Mit Platz 13 bei ihrer Hessenmeisterschaftspremiere schlug sie sich überaus achtbar und kann sicherlich stolz auf Ihre Leistung sein.

Weibliche Jugend U 18, 4.200m:
Unbedarft und motiviert gingen die drei U18-Starterinnen Miriam Ruoff, Judith Ariki und Julia Kreis ins Rennen über anstrengende 4.200m. Günter Jung hatte im Vorfeld nach aufmerksamem Studium der Starterliste ausgerechnet, dass Platz 3 und somit ein Platz auf dem Siegertreppchen durchaus möglich sein könnte. Dadurch zusätzlich angespornt kämpften die 3 Waldsträßerinnen bravourös und erliefen sich einen sehr guten Platz 6 (Miriman Ruoff), Platz 11 (Judith Ariki) und Platz 19 (Julia Kreis). Jetzt wurde es spannend. Entscheidend ist die Addition der erlaufenen Platzierungen, je niedriger die Zahl, desto besser das Ergebnis. Die Zeit bis zur Bekanntgabe der offiziellen Resultate erschien endlos. Immer und immer wieder ging Günter Jung an die Tafel mit den Ergebnislisten. Dann endlich Gewissheit! Platz 3. Es hatte tatsächlich gereicht. Ein schöner Erfolg der jungen Läuferinnen und ganz sicher Motivation, das unbestritten anstrengende Training im Mittel- und Langstreckenlauf weiterhin auf sich zu nehmen.

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