Hessische Hallen - Leichtathletikmeisterschaften Aktive und U 18

22.01.2018 - 05:24 | Leichtathletik

Tag 1:
Am ersten Tag der hessischen Titelkämpfe trat Mohamed Bassou über seine Lieblingsstrecke, die 1500m an.
Nach guten Trainingsergebnissen im Vorfeld und einem dadurch ausgeprägten Selbstbewusstsein stand Mo an der Startlinie. Mit dabei auch Marc Tortell, Kaderathlet und angetreten mit dem Ziel, die Qualifikationszeit zur den deutschen Hallen-Meisterschaften zu unterbieten – ein schnelles Rennen war also vorprogrammiert.
Günter Jung hatte seinem Schützling eingeschärft, sich nach vorne zu orientieren und - so die wortwörtliche Ansage: keinen Millimeter hinter den Führenden zurückzubleiben.
So wurde Mo ein Tempo aufgezwungen, was auf eine Endzeit deutlich unter 4.00 hinauslaufen sollte! Und genau das war sein Ziel! Nach sehr flotten 31 Sec für die ersten 200m folgten noch schnellere 30 sec für die 2. Runde, 61 sec. bei 400! Das war dann doch etwas zu viel des Guten, das Tempo beruhigte sich, die 1000m wurden nach 2:36 passiert.
Die letzten 500m waren dann wirklich harte Arbeit, Mo kämpfte bis zum Schluss und verfehlte sein persönliches Ziel knapp. In 4:01,70 wurde er hinter Marc Tortell (Hessenmeister in 3:54,61) und Kilian Schreiner (2. In 3:58,46) mit Platz 3 belohnt.
Mo haderte etwas mit der Endzeit, zu gerne hätte er endlich die 3 vor dem Doppelpunkt gehab.! Günter Jung hingegen war vollauf zufrieden, sodass er sofort nach dem Rennen gemeinsam mit seinem Athleten beschloss, ihn am nächsten Tag über die 3000m antreten zu lassen.
Ebenfalls an Tag 1 der Meisterschaften ermittelten die Frauen über 60m die Landesbesten. Anne Spengler aus Heikos Trainingsgruppe hatte sich qualifiziert und wurde im 3. Vorlauf eingeteilt. Mit guten 8,14 blieb sie eine Zehntelsekunde über ihrer Qualifikationsleistung von vor 2 Wochen und wurde 4. Leider reichte diese Zeit nicht zum Einzug ins Finale.

Tag 2:
Der 3000m Lauf der Männer sollte zu einem wirklichen Höhepunkt der Veranstaltung werden. Mit einem sehr gut aufgelegten Mohamed Bassou, Elias Chesire und Nils Bergmann hatte der TV Waldstraße gleich 3 Eisen im Feuer.
Um es vorweg zu nehmen: Es sollte das Rennen des Mo Bassou werden! Mit der gleichen taktischen Marschroute des Vortages ausgerüstet und gehörig Selbstbewusstsein lieferte er eines – wenn nicht das beste Rennen seiner noch jungen Karriere ab. Hellwach, konzentriert und jederzeit auf der Höhe des Geschehens durchlief er – immer in der Spitzengruppe befindlich – die ersten 1000m in 2:50, die 2000m in 5:42 und nach fulminanten 2:48 für die letzten 1000m konnte mit 8:30,38 eine neue persönliche Bestzeit registriert werden. Vizehessenmeister bei den Aktiven! Mo und sein gesamtes Umfeld im Glück.
Elias Chesire machte sich zwischenzeitlich um das hohe Tempo verdient, war bis ca. 1800m vorne mit dabei und musste dann etwas Federn lassen, sodass er mit 8:45,76 etwas hinter seinen eigenen Erwartungen zurückblieb. Es war sein ersten Hallenstart in Europa und er kam, wie einige andere auch, mit der trockenen Hallenluft nicht ganz so gut zurecht.
Nils Bergmann absolvierte im 2. Lauf ein couragiertes Rennen im Rahmen seiner Möglichkeiten und verkraftete den ersten, etwas zu schnellen Kilometer, nach einem zwischenzeitlichen Tief mit 10:10,43 (Platz 13 ges.) erstaunlich gut.

Nun wurden die 3000m der Frauen mit Spannung erwartet! Franziska Althaus hatte sich zusammen mit Günter Jung nach einem erfolgreichen Trainingstest von 4x500m am Freitag zu einem Start entschlossen! Ziel war es, nach einer durch gesundheitliche Beeinträchtigungen enttäuschenden Crosssaison im Herbst einen guten Wettkampf zu haben! Zeit und Platzierung spielten dabei in der Vorbetrachtung keine Rolle. Es entwickelte sich ein typisches meisterschaftsrennen, was bei moderatem Tempo eine große Führungsgruppe entstehen ließ. Franzi lieht sich fast durchgängig auf Position 2, ergriff zwischenzeitlich sogar die initiative, als das Tempo wirklich einzuschlafen drohte, absolvierte den letzten KM in schnellen 3:14 und wurde in guten 10:17,53 Vizehessenmeisterin!
Sichtlich zufrieden und mit dem Wissen, einen wirklich guten Wettkampf gezeigt zu haben konnte sie die Glückwünsche ihrer Trainingsgruppe entgegennehmen.
Karin Schenk - die 2. Starterin des TVW signalisierte schon nach 600m, das es nicht richtig läuft und auch ihr die Hallen Luft nicht gut bekommt! Charakterstart und ihrem Leitsatz „DNF is no Option“ folgend zog sie die 3000m durch, wenn auch die Endzeit von 11:23,08 (Platz 12) keineswegs ein Maßstab ihrer Leistungsfähigkeit sind.
Nachdem Günter Jung die Wettkampfpause seiner Athleten bis zu den 800m Läufen für das eigene Lauftraining genutzt hatte, machte sich die 15-jährige Julia Kreis bei der weiblichen U 18 zu ihrem ersten 800m Rennen bereit.
Im Training hatte sie Leistungen gezeigt, die auf eine Endzeit von ca. 2:40 hindeuteten. Von Günter taktisch perfekt eingestellt lief sie ein tolles Rennen und erspurtete sich im D-Lauf Platz 2. Die Endzeit von 2: 41,53 ist ein wirklich gutes Ergebnis für den ersten Lauf unter Wettkampfbedingungen.
Fazit: Es waren 2 gute Tage in Kalbach und Günter Jung kann mit hochmotivierten Athleten die zukünftigen Aufgaben vorbereiten.

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